Band: SUBCONSCIOUS Titel: All Things Are Equal in Death Label: Cyclone (Soulfood Music) Homepage: www.subconscious-metal.de Stil: Prog-Trash Death Metal VÖ: 08.08.2008 Spieldauer: 47:55
SUBCONSCIOUS bezeichnen sich selbst als „Geheimtipp in Sachen progressiver Death bzw. Death Metal“. Nur keine falsche Bescheidenheit! Dieses Album könnte in der Lage sein, das Geheime vor dem Tippvergessen zu machen. Doch immer der Reihe nach: Die Band legt mit der Scheibe „All Things Are Equal In Death“ eine Platte vor, die meiner bescheidenen Ansicht nach doch eher in Richtung Trash als Death Metal geht. Herrlich trashiger Sound ist auf der kompletten CD vorhanden, von ihm ist jedes Stück grundsätzlich bestimmt. Diesen Eindruck weiß die Gesangsstimme auch zu unterstützen. Trashmäßig, geht sie eher in Richtung coole Kreischerei als tödliches Gekrächze. Die Stimme nervt zu keinem Zeitpunkt. Das könnte, zumindest teilweise, auch daran liegen, dass sich auch mal längere, angenehm ruhige Passagen finden. So ist die Nummer „Interruption“ beispielsweise komplett instrumental und stellt damit eine kurze und willkommene Abwechslung dar. Jeder einzelne Song ist sehr aufwändig geschrieben worden; man merkt somit der Truppe den Spaß an der eigenen Musik zu jeder Zeit an. Nie hat man das Gefühl, dass im Moment eigentlich gar nichts passiert, sondern nur Zeit überbrückt werden sollte. Das verdient echte Anerkennung. Den Hörer weiß auch die echt lässige Gitarrenarbeit zu überzeugen. Sie geht über kurze Stakkatoschläge bis hin zu schnellen, technisch anspruchsvollen Soloeinlagen, passt sich manchmal aber auch ganz relaxed dem Rest an und lässt andere ins Rampenlicht. Überhaupt ist der Wechsel zwischen trashig–relaxed und tödlich-progressiver Aggressivität eine weitere Stärke des Albums. Toll auch, dass hier mit teilweise simplen musikalischen Mitteln Spannung erzeugt werden kann (zum Beispiel ein einfacher Wimpernschlag Stille)! Es geht aber auch anders: An enorm vielen Stellen stellen SUBCONSCIOUS auch ihr progressives Talent unter Beweis. Der sehr gelungene trashige Sound der drums, von einem sehr guten Schlagzeuger gespielt, stimmt auch an jeder Stelle. Der Genremix ist somit tatsächlich gelungen und trägt zur Vermeidung von Eintönigkeit und Langeweile eine gehörige Portion bei. Schön ist auch der Einsatz einiger Gastmusiker, so bekommt man während „Moral Constraint“ zum Beispiel ein Saxophon (!), welches in einer einfach genial eingebauten Stelle, die an den Stil des Jazz/Fusion angelegt ist, auftaucht, (top) gespielt von Philipp Dürr zu hören. Die Produktion ist ebenfalls klasse, passt einfach perfekt zum Gesamteindruck. Es wird schon langsam langweilig, noch zu lesen, dass Mastering und Mixdown ebenfalls keine Fehler machen? Gut, dann höre ich an dieser Stelle, mit einer dicken Empfehlung für ein echt gelungenes Album, einfach mal auf.