Band: CONQUEST Album: Endless Power Homepage: http://www.conquest-ua.com Label: Irond Records Stil: Power Metal
Die hier vorgestellte Veröffentlichung, es handelt sich übrigens um das Debüt-Album der Truppe, wurde im Jahr 2000 aufgenommen und nun neu produziert und remastert. Der Ertrag dieses Aufwandes soll vor allem in einen deutlich druckvolleren und kräftigeren Sound münden. Gelungen! Die Band aus der Ukraine hat sich auf mitreißenden Power Metal spezialisiert, der mit fetten Doublebass-Attacken, super Gitarren und einer sehr guten Gesangstimme aufwarten kann. Soweit, so gut. Das Highlight am Album "Endless Power" ist jedoch die unheimlich melodiöse Zusammenarbeit der Truppe. Die Songs sind dabei definitiv nicht alle nach dem selben Schema aufgebaut, sondern extrem abwechslungsreich und dabei alle jeweils als eigenständig zu erkennen. Die starken Melodien werden von der lead-Gitarre perfekt gebracht, auch rhytmisch ist der Gitarrist nicht zu unterschätzen. Auch in den Soli zeigt er gerne mal sein Talent. Diese Passagen hätten auch gerne noch etwas länger ausfallen dürfen. Das Schlagzeug spielt technisch ebenfalls in der allerersten Liga, hat mir auf der CD durchgehend sehr gut gefallen. Besonders die recht häufigen HighSpeed-Passagen scheinen dem Drummer so richtig zu liegen. Ich meine die Begeisterung an der Musik regelrecht spüren zu können! Das gilt in gleicher Weise übrigens für die Gesangsstimme, die ihrer Aufgabe (welche ich auf diesem Album alles andere als einfach nennen würde!) einfach rundum gewachsen ist. Sowohl in dem balladenhaft anmutenden Stück "Winter has come" (mit einer echt geilen akkustischen Gitarre) als auch in den schnellen und kraftvollen Tracks leistet sich der Sänger einfach keine Schwäche. Sein Tonumfang ist groß, wenngleich der gesamte Auftritt sich bereits im höheren Stimmbereich angesiedelt sieht. Auch extreme Tonhöhen, die schon an STRATOVARIUS erinnern, ist er in der Lage zu meistern. Besonders fett wird es meistens, wenn der Refrain eines Stückes einsetzt und der Sänger gleich mehrstimmig in Erscheinung tritt. Es finden übrigens auch Instrumente wie ein Keyboard Benutzung, wie es sich für guten Power Metal gehört. Fans dürften nichts vermissen, auch wenn die ausführlicher beschriebenen Instrumente die Hauptrolle einnehmen. Nach der Neubearbeitung genügt die Produktion nun endlich den Ansprüchen, vielleicht ist sie noch nicht 100%, aber meine (recht hohen) Ansprüche wurden erfüllt. Möglich, dass ich den Ukrainern auch verziehen habe, weil sie einfach geile Musik spielen...
[Ein Review zu ihrem zweiten Album "Frozen Sky" wird in Kürze auf diesem Blog erscheinen!]