Band: ONE WAY MIRROR Titel: ONE WAY MIRROR Label: Metal Blad Homepage: www.one-waymirror.com Stil: Modern Metal / Hard and Heavy Rock VÖ: 27.06.2008 Spieldauer: 47:59 min
Mit ihrem gleichnamigen Album wollen ONE WAY MIRROR einschlagen wie die berühmte Bombe oder, um mit ihren eigenen Worten zu sprechen „in der Welt der Musik eine Revolution auslösen“. Wie gut gelingt ihnen dieses ehrgeizige Vorhaben? Schnell findet sich der Hörer umgeben von harten Gitarrenriffs, anspruchsvollen drums und relativ cleanen, aber quasi immer in Form von shouts vorgetragenen vocals. Es muss klargestellt werden, dass die Band dabei musikalisch eher dem Hard/Heavy Rock als dem reinen Metal zugeneigt ist. Auffällig ist auch das Bemühen, Eintönigkeit beim Hörer zu vermeiden. Einige Songs gehen daher auch in Richtung Metalcore, in einigen anderen Tracks wiederum kommt man sogar in den Genuss von einigen Elementen aus dem KickAss. Soundtechnische Anleihen bei Slipknot und Linkin Park lassen sich nicht ohne weiteres verneinen. Mit coolen Effekten jedoch spart die Band nicht und der Sound aller eingesetzten Instrumente ist durchweg ansprechend. Besonders wusste mich der einfach geniale Schlagzeuger zu überzeugen, er liefert eine Vorstellung auf konstant hohem Niveau ab. Die Produktion ist sauber und klar, weiß somit voll zu überzeugen. Mastering und Mixdown genügen vollauf den Ansprüchen. Nie hat man das Gefühl, ein Instrument unangenehm laut aus dem Gesamtsound herauszuhören, oder dass eines der Instrumente untergeht. Kommen wir zu einigen nicht ganz so positiven Seiten: Es krankt schlichtweg an der Abwechslung. Alle Songs haben einen sehr ähnlichen Grundton und prinzipiell auch einen sehr ähnlichen Klang. Dies liegt hauptsächlich an dem einfach gleich bleibenden Klang der Gitarre, so findet sich beispielsweise auf der gesamten Platte kein Solopart. Ich hätte mir vielleicht noch das eine oder andere Instrument mehr und vielleicht auch etwas mehr Abwechslung bezüglich der Gesangsstimme gewünscht. Genreveteranen werden dieses Album der französischen Gruppe sicherlich genießen und selbst ich, als eingefleischter Metalfan, habe die Scheibe einige Durchläufe lang mit recht viel Genuss durchlaufen lassen. Die genannten Kritikpunkte verhindern eine höhere Wertung, dieses Debüt macht jedoch Appetit auf mehr und sorgt für Vorfreude auf ein weiteres Album dieser Revoluzzer!