Band: TRACEDAWN Titel: Tracedawn Label: Drakkar Homepage: www.tracedawn.com Stil: Power Melodic Death Metal VÖ: 22.08.2008 Spieldauer: 8 Tracks/41:34 min
Es gibt ja solche Tage, die stellen etwas Besonderes dar. Ich bezeichne den Tag, an dem mir das Debüt-Album dieser jungen Truppe aus Finnland in die Hände fiel, als einen solchen. Aber immer der Reihe nach: TRACEDAWN sind ursprünglich ein Projekt des talentierten, jungen Musikers Tuomas Yli-Jaskari. Er beschloss gegen Ende des Jahres 2005, eine eigene Band zu gründen und besorgte sich schlagkräftige Musiker über das Internet. Einige Zeit und eine EP später unterzeichneten sie dann bei Drakkar und machten sich daran, ihr erstes, nun vorliegendes Album aufzunehmen: „Tracedawn“ stellt ein Metalmonster der allerersten Güteklasse dar, insbesondere wenn man bedenkt, dass das Durchschnittsalter der Mannschaft noch unter der Volljährigkeitsgrenze liegt. TRACEDAWN zeichnen sich vor allem durch ihre technisch brillanten Fertigkeiten aus, aber auch die Kraft, welche in jedem der 8 Tracks zu spüren ist. Ein weiteres Markenzeichen ist der Wechsel zwischen Death Metal – typischen vocals und solchen, die auch im Bereich Power/Melodic Metal gut aufgehoben wären. In vielen Stücken wechseln sich die Stimmen sehr ausgewogen ab, was für eine klasse Atmosphäre sorgt. Die Band hat auch an eine (sehr gelungene) Ballade („Widow“) gedacht, welche allein von den cleanen vocals gesungen wird. Die Musiker bieten durchgehend eine hervorragende Leistung. Die Gitarren zeichnen für tolle Melodien im Hinter – oder Vordergrund verantwortlich oder schlicht für kompromissloses Ballern, dann meist im Zusammenklang mit dem technisch sehr hochwertigen Schlagwerk. Das Keyboard legt einen super Klangteppich, auf dem sich die anderen Instrumente dann so richtig austoben können. Klar, dass die Bassgitarre keine Ausnahme bildet. Das souveräne Songwriting lässt die Scheibe auch beim zehnten Durchlauf nicht langweilig wirken und wirkt bereits sehr gereift. Insgesamt ist das Album von den Power – und Melodic Metal – Komponenten geprägt, der Death Metal tritt, vor allem in der Mitte der Platte ein wenig in den Hintergrund. Zum Glück, denn meiner Meinung nach sind TRACEDAWN am stärksten in den Momenten, in denen die Reinheit der Stimme und des Zusammenklangs dominiert. Übrigens ist für den Mixdown Mikko Karmila (Nightwish, Children of Bodom, Amorphis...) und das Mastering Mika Jussila (Nightwish usw...) verantwortlich. Es erübrigt sich eigentlich, hierzu noch einen weiteren Kommentar abzugeben. Zusammenfassend bin ich der Meinung, dass mit diesem Album eigentlich kaum jemand etwas falsch machen kann. Selten hat mich ein Debüt einer jungen Band derart überzeugen können wie TRACEDAWN.